Herzlich Willkommen!

Samstag, 27. September 2014, 20:00: Lettow/Erel – Duo (Experimental/Avantgarde) (Hamburg/Berlin)

Korhan Erel Foto 1 kleinDas Lettow / Erel Duo baut fragile, faszinierende und abstrakte Soundscapes aus elektroakustischen Klängen und elektronisch modifizierten field – recordings. Die beiden trafen sich 2011 zum ersten Mal in Istanbul und spielen seitdem regelmäßig in Deutschland. Inzwischen wurde die erste gemeinsame CD produziert, die sie nun auch in der Galeria Lunar vorstellen werden. Dabei erweitert Gunnar Lettow den Klang seines E-Basses durch unterschiedliche Präparationen, wobei Spieße, Klammern, Pinsel und diverse Effektgeräte zum Einsatz kommen. Außer der Zusammenarbeit mit Korhan Erel zählen zu seinen aktuellen Projekten Duos mit Gary Rouzer (USA) und Robert Klammer (Hamburg) sowie regelmäßige ad-hoc-Besetzungen, was in jüngster Vergangenheit bereits zu Kooperationen mit Klangkünstlern und Musikern wie Ernesto Rodrigues, Carl-Ludwig Hübsch, Nicolas Wiese und Ofer Bymel geführt hat. Außerdem organisiert Lettow seit 2010 die Konzertreihe „Frequenzgänge“ für improvisierte und experimentelle Musik in Hamburg. Korhan Erel aus Istanbul dagegen ist ein reiner Computer-Musiker. Sein Schwerpunkt liegt auf Improvisation und Sounddesign. Er bearbeitet den Computer wie ein Instrument, das er in der Kollektivimprovisation mit konventionellen Instrumenten als autarke Klangquelle co – existieren lässt. Von daher verwundert es nicht, dass er einer der Gründungsmitglieder von Islak Köpek war, eine Formation, die man zweifellos als bahnbrechend für die Entwicklung der freien Improvisation in der Türkei bezeichnen kann. Korhan Erels Arbeiten umfassen neben freier Improvisation und konzeptueller Klangperformance strukturierte und komponierte Werke, sowie Stücke für Theater-, Video- und Tanzperformances.

http://gunnarlettow.wordpress.com/

http://korhanerel.com/

_
Geschrieben von Kommentar(e) (0)Kommentar schreiben »

05.September 2014 – 10. Oktober 2014: “Die Nacht”, Malereien und Zeichnungen von Miro Niklewicz

Miro Niklewicz Bild 1 kleinMiro Niklewicz Bild 3 kleinDer Künstler Miro Niklewicz wurde in Danzig (Polen) geboren, lebt und arbeitet aber schon seit mehreren Jahren in Hannover. Niklewicz ist ein ausgewiesener Kosmopolit und sieht sich als Maler humanistischer Prägung und als Mensch, der jegliche ideologische, religiöse oder politische Zwänge kategorisch ablehnt, vor allem in der politischen Pflicht. In seinen warnenden und mahnenden Bildern, in denen er mit kritischem Blick auf bedrohliche aktuelle politische Strömungen und beunruhigende gesellschaftliche Tendenzen hinweist, kommt genau das deutlich zum Ausdruck. Daher kann der Ausstellungstitel „Die Nacht“ durchaus als Allegorie verstanden werden. Denn in ihm treffen zwei konstituierende Motive für Niklewicz’s Schaffen zueinander. Zum einen ist da ein feiner kulturpessimistischer Ansatz, zum anderen aber auch immer der Funken Hoffnung auf Erlösung, auf das Licht am Ende der Nacht, wenn sich zum Beispiel in einem seiner Bilder der Einstein und Obama gleichzeitig im Bildraum aufhalten und die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik personalisieren. Ob es immer zum Guten ist? Niklewicz begegnet der Frage mit ausgesprochener Skepsis. Dennoch glaubt er aller Hinweise auf politische und gesellschaftliche Missstände zum Trotz letztendlich dann doch an das Vernunftwesen Mensch. Formal steht Niklewicz dabei durchaus in der Tradition von Malern wie Kokoschka, Chagall oder der deutschen Expressionisten. Als einen weiteren Einfluss auf seine Kunst ist ebenfalls seine Tätigkeit als Kirchenrestaurator zu erwähnen sowie zahlreiche Reisen nach Spanien, die besonders in seinen Zeichnungen zum Thema Spanien in den letzten Jahren ihren bildnerischen Ausdruck gefunden haben. Miro Niklewicz hat über viele Jahre seinen eigenen Stil entwickelt. Gleichzeitig lässt er sich aber keiner gängigen Richtung zuordnen, wobei er der Prämisse treu bleibt, dass jegliche Form von Kunst frei sein muss, ohne Wenn und Aber. Sie ist für ihn die universelle Sprache par excellence für das Wir-Gefühl der Völker. Logischerweise bezieht Niklewicz diese Sichtweise auch auf das Sein des Menschen als Individuum, eine Maxime, die er durch die sich verdunkelnden globalen Aussichten in einem menschenverachtenden spätkapitalistischen System für jeden Einzelnen von uns mehr denn je bedroht sieht. Die in der Ausstellung „Die Nacht“ präsentierten Bilder und Zeichnungen sollen genau diese Position verdeutlichen. Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags, von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und endet am Freitag, 10.10.14, ab 20 Uhr, mit einer Finissage

_
Geschrieben von Kommentar(e) (0)Kommentar schreiben »

Nächste Seite »